Besuch "Goldener Engel" Baumholder

Das Kultur- und Regionalmuseum „Goldener Engel“ in Baumholder wurde vom Land Rheinland-Pfalz als „Museum des Monats Februar 2026“ ausgezeichnet.

Mit großer Fachkompetenz, spürbarer Begeisterung und einer beeindruckend professionellen Führung verstand es Museumsleiterin Ingrid Schwertner, die Lions Freunde, von denen einige aus Baumholder und Umgebung stammen, auf eine spannende Zeitreise durch rund 2.700 Jahre Geschichte mitzunehmen. Anschaulich und kenntnisreich vermittelte sie Einblicke in die Entwicklung Baumholders und seiner Umgebung sowie in die wechselnden Herrschaftsverhältnisse, die das Leben und die Identität der Region über die Jahrhunderte geprägt haben.

| LC Birkenfeld

Besonders freuten sich die Lions Freunde, dass ihre einst dem Verein für Heimatkunde im Kreis Birkenfeld gespendete historische Uniform im Museum an exponierter Stelle einen perfekt mit der Baumholderer Geschichte korrespondierenden Platz gefunden hat. In den Räumen des einzigartigen Museums und vor der besonderen Innenarchitektur des Hauses kommt das Exponat eindrucksvoll zur Geltung.

Auch das Gebäude des „Goldenen Engel“ selbst erwies sich als Teil der Ausstellung.  Es fügt sich eindrucksvoll in das Museumskonzept ein. Die rekonstruierte historische Fassade verbindet sich mit einem modern gestalteten Innenbereich. Über mehrere Etagen führt die Ausstellung durch die Geschichte Baumholders und der Region – von der keltischen und römischen Zeit über die wechselnden Herrschaftsverhältnisse bis in die jüngere Vergangenheit. Weitere Schwerpunkte bilden die Einrichtung des Truppenübungsplatzes vor dem Zweiten Weltkrieg, die französische Besatzungszeit nach Kriegsende und die Entwicklung der engen Verbindung zum amerikanischen Militär.

| LC Birkenfeld

Dabei wurde deutlich, wie stark diese Verbindung die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Region geprägt hat. Die Ausstellung zeigt nicht nur historische Brüche und schwierige Zeiten, sondern auch die neuen Impulse, die durch den American Way of Life und die Präsenz der US-Streitkräfte in die Region getragen wurden. Der Truppenübungsplatz veränderte die Landschaft und die Lebensbedingungen vor Ort, während der Kontakt mit amerikanischen Soldaten und ihren Familien neue kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Einflüsse mit sich brachte.

Der Besuch war damit weit mehr als eine kulturelle Exkursion. Er machte Geschichte greifbar und zeigte zugleich, wie wichtig engagierte Museumsarbeit für die Erinnerungskultur ist. Der „Goldene Engel“ bewahrt Vergangenheit – und bringt sie mitten ins Leben der Gegenwart, wenn sie wie hier mit Sachverstand, Leidenschaft und einem Blick für die Besonderheiten der Heimat erzählt wird.